BSC Isenbüttel
Tradition seit 1852
Seit 1852 steht das Bürgerschützencorps Isenbüttel für Schießsport, Tradition und Gemeinschaft. Bei uns treffen sportlicher Ehrgeiz, gelebtes Vereinsleben und eine starke Jugendarbeit aufeinander – vom Nachwuchs bis zu den erfahrenen Schützinnen und Schützen.
1852 – Die Anfänge
Die Geschichte des Schützenwesens in Isenbüttel reicht weit zurück. Bereits im Jahr 1852 fand nachweislich ein Schützenfest statt.
Viele Einzelheiten aus dieser frühen Zeit sind heute leider nicht mehr überliefert. Fest steht jedoch: Die Tradition des Schützenwesens ist seitdem fest mit Isenbüttel verbunden.
Im Jahr 1908 kam es schließlich zu einem Generationskonflikt innerhalb der Schützengesellschaft. Eine Gruppe jüngerer Mitglieder verließ den Verein und gründete den Vogelschießverein.
Historische Ansicht von Isenbüttel
1920–1930 – Zwei Vereine
Nach dem Ersten Weltkrieg kam es erneut zu Unstimmigkeiten im Vogelschießverein. In Isenbüttel bestanden schließlich zwei Vereine, die beide das Schützenfest für sich beanspruchten.
1929 wurden deshalb sogar zwei Schützenfeste in Isenbüttel gefeiert.
Bereits 1930 wurden die Streitigkeiten beigelegt und die Vereine schlossen sich wieder zusammen.
1930–1952 – Neubeginn und schwere Zeiten
Bereits 1930 wurden die Streitigkeiten zwischen den Vereinen beigelegt und der Zusammenschluss verwirklicht.
Doch die kommenden Jahre stellten den Verein vor neue Herausforderungen. Besonders der Zweite Weltkrieg brachte das Vereinsleben weitgehend zum Erliegen.
Nach Kriegsende dauerte es einige Jahre, bis die Tradition wieder aufleben konnte. Am 16. Februar 1952 trafen sich schließlich 25 Bürger in der Gaststätte Evers zur Wiedergründungsversammlung.
Damit begann ein neues Kapitel in der Geschichte des BSC Isenbüttel.
1952 – Die Wiedergründung
Am 16. Februar 1952 wurde ein neues Kapitel der Isenbütteler Schützengeschichte aufgeschlagen.
In der Gaststätte Evers kamen 25 Bürger zusammen, um den Schützenverein wieder ins Leben zu rufen.
Zum ersten Vorstand gehörten Hermann Sprenger als 1. Vorsitzender und Wilhelm Behte als 2. Vorsitzender. Unterstützt wurden sie von Kassierer Wilhelm Bertram, Schriftführer Hans-Heinrich Jahn sowie den Beisitzern Heinrich Janze und Werner Schulze.
Der neu gegründete Verein erhielt den Namen „Bürgerschützencorps Isenbüttel“. Die Satzung des früheren Schützenvereins wurde übernommen und der Jahresbeitrag auf 4 DM festgelegt.
1952 – 100 Jahre Schützentradition
Noch im Jahr der Wiedergründung gab es einen besonderen Anlass zu feiern: 100 Jahre Schützentradition in Isenbüttel.
Das Dorf präsentierte sich zum Jubiläum im festlichen Schmuck. Ein großes Festzelt bot den nötigen Platz für die Feierlichkeiten.
Auch alte Traditionen lebten wieder auf: Die Vereinsfahne von 1880 und das hundertjährige Königsschild wurden mitgeführt.
Beim ersten Preisschießen nach der Wiedergründung gab es für die besten Schützen besondere Preise – der 1. Preis war eine goldene Uhr, gefolgt von einem Tropenhelm und 20 Zigarren.
1953 – Der Schießsport wächst
Nach der Wiedergründung entwickelte sich auch der Schießsport weiter.
Am 10. Dezember 1952 wurde beschlossen, den Schießstand auszubauen und ein neues Kleinkalibergewehr anzuschaffen.
Bereits 1953 wählte der Verein einen Bauausschuss, der die Umsetzung des neuen Schießstandes übernehmen sollte.
Damit wurden wichtige Grundlagen für die weitere sportliche Entwicklung des BSC Isenbüttel geschaffen.
1958 – Wachstum und neue Möglichkeiten
Der Schießsport entwickelte sich weiter: Mit Unterstützung der Vereinswirtin entstand in der Gaststätte Evers ein eigener Luftgewehrstand.
Gleichzeitig wuchs auch die Gemeinschaft. Im Jahr 1958 konnten 31 neue Mitglieder aus dem Ortsteil „Försterkamp“ begrüßt werden.
Erster Zugführer des neuen Zuges wurde Adolf Zimmer.
Der BSC Isenbüttel wuchs damit nicht nur sportlich, sondern auch als Gemeinschaft weiter.
1961 – Eine neue Vereinsfahne
Während des Schützenfestes 1961 wurde die neue Vereinsfahne feierlich geweiht und ihrer Bestimmung übergeben.
Seitdem begleitet sie den BSC Isenbüttel bei wichtigen Anlässen und ist bis heute ein sichtbares Zeichen für Tradition und Zusammenhalt.
Nur ein Jahr später, 1962, zählte der wiedergegründete Verein bereits 219 Mitglieder – darunter 29 Jugendliche und 12 Ehrenmitglieder.
Eine beeindruckende Entwicklung nur zehn Jahre nach der Wiedergründung.
1964–1969 – Sport, Wandel und der Damenzug
Der Schießsport gewann im Vereinsleben immer mehr an Bedeutung. 1964 wurde der Schützenkönig erstmals mithilfe einer Teilermeßmaschine ermittelt. Auch der Jugendkönig erhielt als Zeichen seiner Würde eine eigene Königskette.
1965 endete die langjährige Amtszeit von Hermann Sprenger als 1. Vorsitzender. Sein Nachfolger wurde Wilhelm Behte, unterstützt von Otto Zacharias als 2. Vorsitzendem.
Einen weiteren wichtigen Meilenstein gab es 1969: Der Damenzug des BSC Isenbüttel wurde gegründet. Zur ersten Damenleiterin wurde Monika Leidigkeit gewählt.
Seitdem sind die Schützendamen ein fester Bestandteil des Vereinslebens.
1972 – Ein neues Kapitel
Im Jahr 1972 feierte der BSC Isenbüttel sein 120-jähriges Bestehen gemeinsam mit Gästen, befreundeten Vereinen sowie den Bürgerinnen und Bürgern aus Isenbüttel und Umgebung.
Am 7. Oktober 1972 wurde auf einer außerordentlichen Generalversammlung ein neuer Vorstand gewählt. Gregor Hoppe übernahm das Amt des 1. Vorsitzenden, August Mohwinkel wurde 2. Vorsitzender.
Wenige Wochen später, am 30. Oktober 1972, erfolgte die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister beim Amtsgericht Gifhorn.
Damit begann auch rechtlich ein neues Kapitel in der Geschichte des Vereins.
1973–1976 – Neuer Schießstand & neuer Name
Auf der Generalversammlung 1973 wurde beschlossen, gemeinsam mit der Kyffhäuser-Kameradschaft einen neuen Schießstand zu bauen. Nach zahlreichen Verhandlungen konnte schließlich 1976 mit dem Bau begonnen werden.
Gleichzeitig brachte Schützenbruder Edgar Krusekopf eine bedeutende Erkenntnis aus seinen Recherchen mit: Bereits 1852 hatte nachweislich ein Isenbütteler Schützenverein bestanden.
Daraufhin stellte Wilfried Prüßner den Antrag auf eine Namensänderung. Die Versammlung stimmte zu – und der Verein wurde damit auf einen Schlag 100 Jahre älter. 😄
Seitdem trägt er den Namen „Bürgerschützencorps Isenbüttel von 1852 e. V.“
1977–1982 – Große Jubiläumsfeste
1977 feierte der BSC Isenbüttel sein 125-jähriges Bestehen mit einem großen Schützenfest.
Ein besonderes Highlight waren die Original Egerländer Musikanten, die mit ihrer Musik für beste Stimmung bei Mitgliedern und Gästen sorgten.
Auch 1982 stand wieder ein Jubiläum an. Beim Kommers spielten die Oberkrainer Musikanten auf und sorgten für ausgelassene Stimmung.
Den krönenden Abschluss des Jubiläumsfestes bildete ein großes Feuerwerk – ein unvergesslicher Moment in der Vereinsgeschichte.
1985 – Der Biathlon entsteht
Am 9. Februar 1985 wurde im BSC Isenbüttel erstmals ein eigener Biathlonwettbewerb veranstaltet.
Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb von Schützenbruder Heiner Mohwinkel, der die Veranstaltung besonders in den Anfangsjahren mit großem Einsatz unterstützte und weiterentwickelte.
Der Biathlon entwickelte sich zu einer beliebten Veranstaltung und lockte über viele Jahre zahlreiche Teilnehmer nach Isenbüttel.
1990 – Der Seniorenzug wird gegründet
Am 10. Juni 1990 wurde auf Anregung des damaligen 1. Vorsitzenden H.-H. Michels der Seniorenzug des BSC Isenbüttel gegründet.
Damit entstand ein weiterer wichtiger Bestandteil des Vereinslebens, der speziell den älteren Vereinsmitgliedern eine gemeinsame Heimat bot.
Die regelmäßigen Schießabende und Veranstaltungen wurden gut angenommen und der Seniorenzug entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des BSC Isenbüttel.
1992 – 140 Jahre BSC Isenbüttel
Vom 19. bis 21. Juni 1992 feierte der BSC Isenbüttel sein 140-jähriges Bestehen mit einem großen Schützenfest.
Zum Auftakt begrüßte der 1. Vorsitzende H.-H. Michels zahlreiche Gäste zu einem volkstümlichen Musikabend. Eine Blaskapelle aus Unterschneidheim sorgte für die musikalische Unterhaltung.
An den folgenden Tagen wurde gemeinsam mit Vereinsmitgliedern, Gästen sowie den Bürgerinnen und Bürgern die Isenbütteler „fünfte Jahreszeit“ gebührend gefeiert.
1994 – Eine neue Ära
Mit der Wahl von Peter Beier zum 1. Vorsitzenden am 8. Januar 1994 begann ein neues Kapitel in der Geschichte des BSC Isenbüttel.
Neben der Pflege des Schießsports blieb auch die Geselligkeit und Gemeinschaft ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens.
Gleichzeitig wurde weiter in die Zukunft investiert: Mit Unterstützung der Gemeinde Isenbüttel konnte eine Videoanlage für den Kleinkaliberstand realisiert werden.
Neue Ausrüstung und Gewehre verbesserten zusätzlich die sportlichen Möglichkeiten und machten den Verein fit für das kommende Jahrtausend.
2003 – Verantwortung und Zukunft
Auf der Jahreshauptversammlung 2003 wurde Herbert Wegner zum 1. Vorsitzenden des BSC Isenbüttel gewählt. Zuvor hatte er bereits zwei Jahre als 2. Vorsitzender Erfahrungen in der Vereinsführung gesammelt.
Eine seiner anspruchsvollsten Aufgaben war die Planung und Organisation des Neubaus des Schießheims. Dabei übernahm er nicht nur Verantwortung in der Planung, sondern packte auch selbst tatkräftig mit an.
Im selben Jahr wurde Herbert Wegner außerdem zum zweiten Mal Großer König des BSC Isenbüttel – diese Würde hatte er bereits 1996 errungen.
2009 – Erstmals eine Frau an der Spitze
Im April 2009 endete die Amtszeit von Herbert Wegner als 1. Vorsitzender, nachdem er sein Amt aus privaten Gründen niederlegte.
Mit der Wahl von Sylvia Zimmermann begann anschließend ein ganz besonderes Kapitel in der Vereinsgeschichte:
Sie wurde als erste Frau in der Geschichte des BSC Isenbüttel zur 1. Vorsitzenden gewählt.
Damit setzte sich die Entwicklung des Vereins auch im neuen Jahrtausend fort – geprägt von Tradition, Gemeinschaft und stetigem Wandel.
2023–2025 – Wechsel an der Vereinsspitze
Im Jahr 2023 wurde Marc Valentin zum 1. Vorsitzenden des BSC Isenbüttel gewählt. Den Verein führte zu diesem Zeitpunkt Horst-Peter Ewert als 1. Vorsitzender.
Zur neuen 2. Vorsitzenden wurde Jacqueline Rieken gewählt.
Damit begann ein neues Kapitel in der Vereinsführung des BSC Isenbüttel.
2025 – Aufbruch in die digitale Zukunft
Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des BSC Isenbüttel folgte 2025: Die Schießanlage wurde umfassend modernisiert und auf moderne digitale Technik umgerüstet.
Die Leitung des gesamten Projekts übernahm Rolf Bernhardt. Mit viel Engagement, Planung und Herzblut begleitete er den Umbau von Anfang bis Ende – das Projekt wurde zu seinem ganz persönlichen „Baby“.
Mit der neuen digitalen Schießanlage verbindet der BSC heute seine über 170-jährige Tradition mit modernem Schießsport und schafft beste Voraussetzungen für die kommenden Generationen.
Tradition bewahren. Zukunft gestalten.
Seit 1852 hat sich vieles verändert – doch eines ist geblieben: die Gemeinschaft, die Freude am Schießsport und die Verbundenheit zu unserem Verein.
Wir blicken mit Stolz auf unsere Geschichte zurück und gleichzeitig voller Zuversicht nach vorn. Denn die Geschichte des BSC Isenbüttel ist noch lange nicht zu Ende – wir schreiben sie gemeinsam weiter.
BSC Isenbüttel – Tradition, Gemeinschaft und Schießsport seit 1852